Orakelforschung
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Aeromantie und Hydromantie
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Von der Aeromantie gibt es wiederum 4 Varianten:

Austraumantie 1. Austraumantie
geht auf das lateinische Wort auster, Südwind zurück, und u.U. auch auf das griechische austeros, das ursprünglich trocken und später beißend oder bitter hieß. Diese Deutungsart basiert auf dem Studium des Windes, hauptsächlich des Südwindes, der aus der Wüste oder Halbwüste kam.
   
 Keraunoskopie 2. Keraunoskopie
Diese Wahrsageart beruht auf der Beobachtung von Donner und Blitzschlag.
   
Choamantie 3. Choamantie
beruht auf Himmelsphänomenen wie Regenbögen und Wolkenformen und -bewegungen sowie der Beobachtung der physikalischen Elemente, auf denen die heutige Chaostheorie basiert.
   
Meteoromantie 4. Meteoromantie
Hier handelt es sich um die Beobachtung von Meteoren und der Deutung der Zeichen, die sie darstellen.
   
Hydromantie oder Wahrsagen durch das Wasser

Für unsere Vorfahren geschah nichts aus Zufall. Alles hatte seinen Sinn, etwa das Erscheinen einer Wasserquelle, die Bildung eines Teiches, die Wellen, die der Wind auf einer Wasserfläche schlug, die Anzahl der Kreise, die der Regen oder ein hineingeworfener Stein im Wasser auslösten (eine ungerade Zahl als negative Antwort auf eine Frage), wie oft ein Stein auf dem Wasser wieder aufschlug, ja sogar das, was geschah, wenn man einen Edelstein in klares Wasser warf.

So entstand die Hydromantie oder Kunst der Deutung von Wasserbewegungen bzw. des Verhaltens von Steinen, die ins Wasser geworfen wurden, oder Hölzern, die auf dem Wasser schwammen. Sie galt als genauso wichtig wie die Aeromantie. In ganz Europa befaßten sich im Mittelalter Hexen und Zauberer eher mit Hydromantie, als mit Aeromantie. Anhand von Quellen, Flüssen, Seen und Strömen befragten sie die zahlreichen Götter, die für das Wasser verantwortlich waren.

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